ARLA®-SIMSTAT
Stationäre Simulation von Antriebssystemen mit Kolbenmaschinen

... Fahrzeug- und Schiffsantriebe mit
Verbrennungsmotoren
... Antriebe mit KolbenkompressorenIm Rahmen der
Kooperation ARLA-ITI wurde der
Berechnungsteil des ARLA-Programms ARLA®-SIMSTAT als
Ergänzungsprogramm ITI®-STAT ins Simulationsprogramm
ITI®-SIM integriert. Die Leistungsmerkmale des
ARLA-Programms werden hier zusammengefasst, zumal diese auch für das
Nachfolgeprodukt ITI®-STAT inhaltlich gelten. Ab Version 3.0 von
SimulationX ist ein neuer Ansatz für die
stationäre Simulation integriert.
Mit dem Simulationsprogramm ARLA®-SIMSTAT steht ein
PC-Programm zur Verfügung, mit dessen Hilfe die Torsionsschwingungsbelastung von geraden
und verzweigten Antriebssystemen im eingeschwungenen Zustand ermittelt werden kann. Als
dynamische Beanspruchung werden die beim stationären Betrieb einer Anlage, einer Maschine
oder eines Fahrzeugs bzw. Schiffs erzwungenen periodischen Gas- und
Massenkräfte durch einen Verbrennungsmotor zugrundegelegt. Weitere
Anwendungen findet man bei Antrieben mit Kolbenkompressoren.

Die gewählte Berechnungsmethode zeichnet sich durch eine extrem kurze Rechenzeit aus.
Umfangreiche Parameterstudien lassen sich somit wirtschaftlich auf dem PC durchführen.
Instationäre und transiente Einflüsse, wie sie durch drehzahl- und zeitabhängige
Laständerungen entstehen, werden in diesem Programm nicht berücksichtigt
(siehe hierzu Simulationsprogramme wie
SimulationX und ITI®-SIM).
Die periodische Anregung wird in ARLA®-SIMSTAT mit Hilfe von Fourier-Reihen beschrieben. Es ist
möglich, pro Zylinder einer Kolbenmaschine einen speziellen Erregerverlauf
vorzugeben, darzustellen, zu gewichten und phasengerecht zu überlagern (wichtig u.a. für
die Simulation von Zündaussetzern bei Verbrennungsmotoren). Als Erregergrößen lassen sich Druckverläufe in
Form von tangentialen Gasdruckverläufen (auch in Form von Amplituden und Phasenwinkeln)
oder aber auch als Zylinderdruckverläufe vorgeben. Die Zündwinkel werden entsprechend
der Motorbauweise und Taktzahl (4-Takt-System) automatisch errechnet. Eine manuelle
Vorgabe der Zündphasenwinkel ist ebenfalls möglich. Der Einfluss der Massenkräfte wird
entsprechend berücksichtigt.
Zur Ermittlung der Torsionsschwingungsbelastung in einem gewünschten Drehzahlband
(z.B. 1000 1/min bis 2000 1/min) können unterschiedliche Erregerverläufe pro
Drehzahlstützstelle vorgegeben werden. Mittels linearer Interpolation werden dann die
Erregerverläufe für die unbekannten Drehzahlen ermittelt.
Das Programm ARLA®-SIMSTAT berücksichtigt unterschiedliche
Ansätze für die Dämpfung. Es ist möglich, frequenzabhängige und -unabhängige
Dämpfungsfaktoren und -koeffizienten vorzugeben. An jeder Masse des
Systems lassen sich Absolutdämpfungen berücksichtigen. Die
Ermittlung der Dämpfungsleistung ist an ausgewählten Orten des
Antriebssystems möglich (wichtig z.B. bei der Auslegung von Tilgern und
elastischen Kupplungen).
Die Systemantworten (wie z.B. Winkel, Ungleichförmigkeiten und
Torsionsmomente) können überlagert oder in Form eines Torsiogramms
für bestimmte Ordnungen grafisch dargestellt werden.
Ein besonderer Vorteil des Programms besteht in der integrierten Berechnung aller
Eigenfrequenzen und Schwingungsformen mit grafischer Visualisierung. Die Darstellung von
Resonanzschaubildern (Campbell-Diagrammen)
erfolgt ebenfalls in separaten Grafiken.
Detailinformationen siehe auch: Technische Merkmale.
nach oben | zurück
| Seite drucken

|